Seltener Primat
Der Drill ist vielen Menschen nicht bekannt, doch er gehört zu den am stärksten bedrohten Affenarten Afrikas. Weniger als 2500 Tiere leben noch in den artenreichen, tropischen Regenwäldern Westafrikas. Das Verbreitungsgebiet beschränkt sich auf Kamerun, Nigeria und die Insel Bioko und umfasst weniger als 30.000 km². Drills sind in erster Linie bedroht durch Wilderei und Lebensraumverlust.
Die Afi Mountains
Im Regenwald Nigerias liegt das rund 100 Quadratkilometer große Afi Mountain Wildlife Sanctuary, das der Erlebnis-Zoo finanziell unterstützt und das als Schutzgebiet für den bedrohten Drill dient. Direkt angrenzend befindet sich die Drill-Ranch, auf der heute rund 700 bis 800 Drills leben. Neben finanzieller Unterstützung bringt der Erlebnis-Zoo auch seine Expertise aus der Tierpflege in das Projekt ein. Langfristig sollen geeignete Tiere aus der Drill-Ranch wieder im Schutzgebiet angesiedelt werden.
Mensch und Tier im Fokus
Im Drill-Projekt wird auch die Bevölkerung nachhaltig mit eingebunden. Pandrillus, die Partnerorganisation von Rettet den Drill e.V. vor Ort, ist ein großer Arbeitgeber: Ehemalige Wilderer werden zu Drill-Schützern und Rangern. Im Umweltbildungs-Zentrum "Limbe Wildlife Centre" in Kamerun lernen Kinder die Bedeutung des Waldes und die Rolle des Drills als Samenverbreiter kennen. Das Limbe Wildlife Centre ist auch eine Auffangstation für verletzte und verwaiste Drills.
Dienstkleidung für Drill-Hütende
Bereits seit Jahren sammelt und spendet der Erlebnis-Zoo seine Dienstkleidung – Hemden, Hosen und Shirts – für das Team der Drill-Hüter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Drill-Stationen tragen die Kleidung mit Stolz. Sie ist nicht nur praktisch bei der täglichen Arbeit, sondern vermittelt darüber hinaus ein Gefühl der Zugehörigkeit: Sie stärkt die Verbundenheit der Drill-Hüter mit diesem wichtigen Artenschutz-Projekt.